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26.12.2004:
Jugendorchester Bargfeld e.V. begeisterte mit schwungvollen
Melodien und neuen Uniformen
Der Julius-Jensen-Saal des Heinrich-Sengelmann-Krankenhauses
zog am 2. Weihnachtstag viele Bargfeld-Stegener und ihre
Festtagsbesucher an. 400 Gäste waren gekommen, um das
alljährliche Weihnachtskonzert des Jugendorchesters
Bargfeld e.V. zu hören. Unter dem Motto "Im sonnigen
Süden" spielten die Musiker unter der Leitung
von Lars Osenbrüg traditionelle und schwungvolle Melodien
von Klassik bis Pop.
Eröffnet wurde das Konzert mit dem Marsch "Wien
bleibt Wien" der, mit einer gleichzeitig zu sehenden
Diashow, an die in diesem Jahr stattgefundene Wienreise
des Orchesters erinnerte. Es folgten ein Potpourri von Verdi
sowie "Vivaldis Winter", "Capriccio Italien"
von Tchaikovsky und ein Medley bekannter Western-melodien
von E. Morricone. Mit den Stücken "Ouvertüre",
"Klatscht in die Hände" und "Heut ist
ein Tag" aus dem Musical "Der kleine Riese Gernegroß"
von Frau Edith Nothdorf , die als Zuhörerin im Publikum
war, begeisterte das Jugendorchester zusammen mit dem Kinderchor
und dem Blockflöten- und Instrumentalnachwuchs nicht
nur die Eltern und Großeltern sondern den gesamten
Saal. Auch Weihnachtliches hatten die kleinen Musiker einstudiert
und gaben mit "Oh, du fröhliche" ein traditionelles
Weihnachtslied zum Besten. So kam es, dass die Zuhörer
bereits am Ende der ersten Hälfte des Konzertes nach
einer Zugabe verlangten.
Nach
der Pause präsentierten sich die Musiker des Miniorchesters,
im Alter von 8 - 18 Jahren, mit den Stücken "Limbo
Rock", "Georgia on my mind" und "Tango
Mariana" den Zuhörern. Hier konnte man die sehr
gute Nachwuchsarbeit des Orchesters bewundern. Die
folgende kurze Umbauphase nutzte der 1. Vorsitzende Jürgen
Ruge, um die Uniformen der vergangenen Jahrzehnte noch einmal
vorzustellen und an diese zu erinnern. Mit dem Start 1968
erhielten die Musiker/innen dunkelblaue Jacken und weiße
Hosen bzw. für die Musikerinnen weiße Röcke,
weiße Hemden, rote Krawatten und Käppis. Diese
Uniform blieb mehrere Jahre, zwischendurch verschwand dann
irgendwann einmal das Käppi. Als dann der Name von
Jugendmusikzug in Jugendorchester geändert wurde, verschwanden
1990 auch die weißen Hosen und wurden durch graue
Hosen ersetzt. Nachdem diese Uniformen nicht mehr zeitgemäß
waren und es sich auch schwierig gestaltete, neue Uniformen
zu bekommen, hatten sich die Musiker jetzt entschlossen,
die Uniformen ganz zu erneuern. Nach vielen Vorschlägen
einigte man sich dann auf schwarze Hosen und ein blaugraues
Jackett, in dem die Musiker/innen jetzt nach der Pause auftraten.
Was von der alten Uniform übrig blieb, war lediglich
das weiße Hemd und die rote Krawatte. Das neue Outfit
des Orchesters ist nach Rücksprache mit den Zuhörern
gelungen. Hier bedankte sich Jürgen Ruge noch einmal
ausdrücklich bei den Sponsoren.
Mit
neuen Uniformen und mit neuem Schwung ging es dann weiter
im Programm mit dem Medley "Im sonnigen Süden",
mit den Stücken "Spanish Eyes", "Chianti-Lied",
"Das blonde Käthchen" und "Spanischer
Zigeunertanz". Als weitere Schlager waren zu hören
"Azzurro" und "Speedy Gonzales" mit
Urte Ruge als Solistin. " The Candy Man" war das
letzte Stück des offiziellen Programms, hier waren
die Zuhörer gefragt, das Orchester tatkräftig
mit Gesang zu unterstützen. Mit den Zugaben "Tequilla"
und dem "Radetzky-Marsch" verabschiedete sich
das Orchester von seinen Zuhörern mit einem überaus
gelungenem Konzert, in dem über 100 kleine und größere
Musikfreunde mitgewirkt hatten.
     
Rückblick der Orchesterausfahrt nach
Wien vom 14.05. - 19.05.2004
Dies ist nur ein kleiner Rückblick, wir haben natürlich
noch viel mehr erlebt, doch alles niederzuschreiben sprengt
dann doch den Rahmen.
Endlich
war der 14.05. da und wir konnten am Abend nach Wien aufbrechen.
Unsere Instrumente waren schon auf dem Weg, hier noch einmal
unser Dank an Martin Schmidt.
Wir
trafen uns auf dem Bahnhof in Bad Oldesloe, verabschiedeten
uns von Familie und Anhang und starteten gut gelaunt. In Hamburg
angekommen hieß es, das richtige Gleis zu finden, die
Fahrkarten für die Schlafwagenabteile zu verteilen und
alle Teilnehmer und das Gepäck mitzubekommen. Leider
hatte die Bahn hier schon eine erste Hürde eingebaut.
Gebucht waren hintereinander liegende Abteile, aber die Bahn
hatte tatsächlich einen Wagon dazwischen gehängt,
so dass hier schon die ersten lustigen Sachen passierten.
An viel Schlaf war nicht zu denken und so kamen wir morgens
um 9.00 Uhr, nach einem "ausgiebigem Frühstück
- pro Person eine pappige Semmel + 1/2 Becher Kaffee",
etwas müde in Wien an. Rene und Jana holten uns ab und
brachten uns ins Jugendgästehaus Brigittenau. Da wir
unsere Zimmer erst am Nachmittag beziehen konnten, hatten
wir nichts besseres zu tun als unser Programm für das
geplante Konzert mit Leopoldau noch einmal zu proben.
Am
Abend sollte unser Konzert unter freiem Himmel mit dem Musikverein
Leopoldau stattfinden, doch Petrus öffnete seine Schleusen
und wir mussten dieses Konzert abbrechen. Musiker sind aber
flexibel und so suchten wir uns ein trockenes Plätzchen,
holten uns Getränke und versuchten, anstatt zu musizieren,
unsere Sangeskünste zum Besten zu geben, es wurde ein
sehr gemütlicher Abend. Christian, unser Stadtführer
- ausgeliehen vom Musikverein Leopoldau, brachte uns am Sonntag
nach Schönbrunn, dort haben wir den Park und das Schloss
besichtigt, unsere Jüngsten konnten sogar in Kostümen
in die Welt der Kaiser und Könige eintauchen und nach
deren Musik tanzen.
Am
Montagtrafen wir uns erneut mit Christian, diesmal vor dem
Stephansdom, den wir besichtigten und anschießend einen
Stadtrundgang unternahmen.Wir gingen über die Kärntner
Straße und durch den "Graben", Wien's exklusive
Einkaufsmeile, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten Richtung
Hofburg und Heldenplatz und anschließend zurück
in die Stadt.
Leider
hatten wir nicht mehr die Zeit allein durch Wien zu streifen,
da wir am Nachmittag unser Konzert nachholen durften. Der
Bürgermeister von Floridsdorf (Stadtteil von Wien) hatte
uns angeboten, im Festzelt von Floridsdorf unser Konzert nachzuholen.
Dienstag besuchten wir das "Haus der Musik", ein
sehr interessantes Museum mit berühmten Komponisten,
Dirigenten und Musik zum mitmachen und anfassen, am Nachmittag
machten wir den Prater unsicher, alle hatten viel Spaß,
besonders beim Autoscooter. Es schien als hätten wir
an diesem Tag noch nicht genug Kilometer zu Fuß zurückgelegt,
so ließ uns Christian direkt über der Donau an
einer Bahnstation aussteigen und noch mehrere Kilometer zum
Jugendgästehaus zurücklaufen.
Am nächsten Tag packten wir unsere Koffer, gingen ein
letztes Mal "shoppen" im Milleniumcenter und fuhren
am Nachmittag Richtung Heimat. Auch hier wieder das Motto,
fahre mit der Bahn und du kannst was erleben. Diesmal hatten
wir einen Bummelzug erwischt. Laut Fahrplan sollten wir pünktlich
in Nürnberg ankommen um unseren Anschlusszug zu bekommen,
dies war jedoch nicht möglich. Weil jedoch der ICE von
Nürnberg nach Hamburg durch einen Notfall aufgehalten
wurde, konnten wir in Ruhe einsteigen, kamen aber auch in
Hamburg mit Verspätung an. Mittlerweile war es ca.24.00
Uhr und alle waren sehr müde. Eigentlich sollten wir
20 Minuten Zeit haben zum Umsteigen in den Zug nach Bad Oldesloe,
wegen der Verspätung waren es aber nur noch 7 Minuten
und der Zugbegleiter hatte uns auch noch auf ein falsches
Gleis geschickt. Der Adrenalinspiegel stieg, schaffen es alle
pünktlich in den richtigen Zug?
Ja, ein wenig atemlos, aber alle waren da. Gegen 0.50 Uhr
waren wir wieder in Bad Oldesloe und wurden von Familien und
Anhang in Empfang genommen. Alle waren sich einig, diese Reise
würden wir gern wiederholen.
Am Donnerstag (Himmelfahrt), nach ca. 11 Stunden Ruhe, trafen
wir uns mittags, packen die Instrumente wieder aus dem Bus
und brachten diese gleich zu unserem nächsten Auftritt
auf dem Dorfplatz, dort musizierten wir anlässlich des
Ringreitens.
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